Spezialglas

Spezialglas wird als Oberbegriff für verschiedenste Sonderformen von Glas verwendet.

Diese Gläser werden häufig industriell verwendet und in Maschinen oder Spezialanwendungen wie z.B. Röntgenräume eingebaut.

Dabei zeichnen Sie sich durch besondere Eigenschaften wie hohen StrahlungswiderstandEntspiegelungBeschichtungen oder auch präzise Bearbeitungen aus. Die Qualitätsanforderungen gehen dabei weit über die üblichen Vorgaben von einfachem Flachglas hinaus.

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Oberflächenspiegel

Vorderflächenspiegel mit Aluminium als Reflexionsmaterial sind effektive und kostengünstige Komponenten, wenn es um die Reflexion oder Umlenkung von Strahlung vor allem im sichtbaren Bereich geht. Das Aluminium ist mit dielektrischen Schichten überzogen, die es schützen und die Reflexion gezielt verstärken.
Die Reflexion von der Vorderseite des Spiegels ohne Lichtdurchtritt durch das Glas vermeidet die Entstehung von Doppelbildern und wird im Maschinen- und Apparatebau, für die Inspektionstechnik sowie auch von Fotografen verwendet.
 
Lieferbar in verschiedenen Größen und den Stärken 3 & 6mm. Auf Wunsch liefern wir Ihnen auch andere Stärken.

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Informationen & Spezifikationen von Oberflächenspiegeln

Produktspezifikation

Oberflächenspiegel als Fertigprodukt

  • Werkstoff: Floatglas klar
  • Microwelligkeit ≤ 20 µm/20 mm
  • Durchbiegung  < 0,1 mm/100 mm
  • Orientierung der Floatglas-Ziehlinien nach Kundenvorgabe

Abmessungen: Oberflächenspiegel als Fertigprodukt werden hinsichtlich ihrer längsten Kante klassifiziert.
Weitere Größen und Glasdicken auf Anfrage.

Optik, Kanten und Bearbeitungen

Maximale Kantenlänge bis 500 mm:
Glasdicke: 3 mm + 0/- 0,2 mm

Maximale Kantenlänge von 500 mm bis 1000 mm:
3 mm + 0/- 0,2 mm

Für alle Endmaße gilt eine Schneidtoleranz von ± 1,0 mm

Winkeligkeit: Winkelabweichungen sind innerhalb der Maßtoleranz zulässig

Kantenausführung: Kanten gesäumt

  • maximal 5 Muscheln je Kante zulässig
  • maximale Muschellänge 5 mm
  • Muscheln dürfen maximal 30 % der Glasdicke in die Glasoberfläche hineinragen
  • Kantenausbrüche sind nicht erlaubt
  • Ecken gestoßen nach Zeichnungsvorgabe

Beschichtung: Einseitige Beschichtung: Aluminium mit reflexionsverstärkender Interferenzbeschichtung, mittels Magnetron-Sputtern im Hochvakuum aufgebracht.

Oberflächenschutz: Die beschichtete Seite des Oberflächenspiegels wird im Anschluss an die Sichtprüfungen mit einer dünnen, leichten und ohne Rückstände entfernbaren Schutzfolie gegen Transportschäden versehen.

Optische Anforderungen: Mindestreflexionswerte bei definierten Wellenlängen unter verschiedenen Lichteinfallswinkeln (gerichtete Reflexion):

Wellenlänge in nm

6° Lichteinfallswinkel

45° Lichteinfallswinkel

400

> 92 %

> 92 %

450

> 93 %

> 93 %

550

> 94 %

> 94 %

600

> 90 %

> 90 %

Oberflächenspiegel sind optisch dicht, besitzen somit keine messbare Transmission

Alterungsbeständigkeit

  • briebtest, 200 Hübe, 566 g, mit Tuch
  • Haftungstest mit Scotch 3M 8981
  • Feuchtraumtest, 48 h, 95 % relative Luftfeuchtigkeit, 50 °C
  • Tauchen in Salzlösung 37 g/l, 24 h bei Raumtemperatur
  • Salzsprühtest nach ISO 9227 NSS, 48 h
  • Wischtest (20 Wischbewegungen) mit Isopropylalkohol, Glasreiniger, Aceton
  • Tauchen in Isopropylalkohol, Aceton, 2 h bei Raumtemperatur
  • Klimawechseltest (4 h bei 80 °C, 4 h bei – 30 °C, 16 h Feuchtraum nach ISO 6270 Teil 1), 4 Zyklen
  • Langzeitwärmelagerung (7 Tage bei 100 °C)  

Nach Abschluss dieser Tests darf die Beschichtung keine Fehler wie Flecken, Ablösungen oder Löcher aufweisen. Die geforderten Mindestreflexionswerte müssen auch nach diesen Tests überschritten werden.

Glas- und Oberflächenfehler

Bei allen Kundenendmaßen wird ein umlaufender Randbereich von 5 mm von der visuellen Bewertung ausgenommen.

Fehlerart: Punktf. Fehler, Pinholes, Glasfehler

  • Einzelfehlergröße: > 0,7 mm
    Maximal zulässige Fehleranzahl: Nicht zulässig
  • Einzelfehlergröße: > 0,2 bis < 0,7 mm
    Maximal zulässige Fehleranzahl: Unbegrenzt
    Mindestabstand zweier Fehler: 50 mm
  • Einzelfehlergröße: < 0,2 mm
    Maximal zulässige Fehleranzahl: Nicht bewertet, aber keine Wolkenbildung

Fehlerart: Kratzer

  • Einzelfehlergröße: Breite bis 0,08 mm
    Maximal zulässige Fehleranzahl: Gesamtlänge kummuliert, max. 1/3 der längsten Kante
    Mindestabstand zweier Fehler: 50 mm
  • Einzelfehlergröße: Breite unter 0,01 mm
    Maximal zulässige Fehleranzahl: Nicht bewertet

Fleckigkeit: Flecken in der Beschichtung, die in Reflexion bei einer Lichtstärke von 1500 Lux erkennbar sind, sind zulässig

Prüfbedingungen

1. Sichtprüfung in Reflexion

  • Die Sichtprüfung in Reflexion erfolgt auf einem Sortierabstand mit einer Lichtstärke von 1500 Lux
  • Die Scheiben werden vor schwarzem Hintergrund geprüft. Der Einfallswinkel der Lichtquelle auf den Oberflächenspiegel beträgt ca. 30° zur Senkrechten
  • Die beschichtete Seite des Oberflächenspiegels zeigt zum Betrachter hin.
  • Vor der Sichtprüfung wird die gesamte Scheibe mit einem alkoholgetränkten Tuch gewischt
  • In einem Abstand von etwa 70 cm erfolgt die Sichtprüfung auf Oberflächenfehler (Kratzer, Flecken) und Verunreinigungen.

2. Sichtprüfung in Transmission

  • Die Sichtprüfung in Transmission erfolgt in einem Durchlichtkasten mit einer Lichtstärke von 500 Lux.
  • Die Scheibe wird so auf den Lichtkasten aufgelegt, dass die beschichtete Seite des Oberflächenspiegels senkrecht zum Betrachter hin zeigt.
  • In einem Abstand von ca. 50 cm wird der Oberflächenspiegel auf Beschichtungsfehler (Kratzer, Pinholes) geprüft.

Entspiegeltes Glas

Entspiegeltes Glas wird einseitig oder beidseitig mit einer interferenzoptischen Beschichtung versehen.

In einem speziellen Tauchverfahren werden mehrere Metalloxid-Schichten auf das Glas aufgebracht, die nur wenige Nanometer dick sind und Reflexionen auf der Glasoberfläche durch z.B. Sonnen- oder künstliches Licht verhindern. Dieses Glas ist besonders als Abdeckglas für Anzeigetafeln oder technische Displays geeignet.

  • Schott Amiran® (entspiegeltes Glas für architektonische Anwendungen)
  • Schott Conturan® (entspiegeltes Glas für technische Anwendungen)
  • Schott Mirogard® (entspiegeltes Glas für Bildverglasung)
  • Schott Mirona® (Semitransparentes Spiegelglas)

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Gebogenes Glas

In speziellen Verfahren kann das flach produzierte Floatglas zu gebogenem Glas weiterverarbeitet werden.

Somit können spezielle Anwendungen wie DuschenGlasaufzügeTreppenabgänge oder andere Glasanlagen in abgerundeter Form konstruiert und umgesetzt werden. Zu diesem Zweck wird das Basisglas in speziellen Öfen erhitzt und durch Schablonen in Form gebracht.

Durch diese Methode ist es möglich, unterschiedlichste Glassorten zu biegen:

  • Floatglas
  • Einscheibensicherheitsglas (ESG)
  • Verbundsicherheitsglas (VSG)
  • VSG aus ESG
  • Wärmeschutzisolierglas
  • Sonnenschutzisolierglas.

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Milchüberfangglas

Milchüberfangglas streut Licht so gleichmäßig und natürlich wie eine geschlossene Wolkendecke.

Dies macht das Glas ideal für Lichtdecken in MuseenLädenShowroomsAtrien und allen anderen Räumen, die diffuse, tagesähnliche Lichtszenarien verlangen. Die Lichtquellen hinter dem Glas bleiben unsichtbar. Schon ab 20cm Abstand zur Lichtquelle lässt sich mit Milchüberfangglas eine gleichmäßige Ausleuchtung erzielen. Das macht geringe Aufbauhöhen und äußerst flach abgehängte Decken möglich.

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Röntgenschutzglas

Strahlen- bzw. Röntgenschutzglas RD30 und RD50 von SCHOTT sind in vielen Bereichen der MedizinWissenschaft und Industrie zu finden.

Durch die Zugabe von Blei zu der Rohmasse erhält das Glas seine typische gelbe Färbung und absorbiert je nach Anforderung einen hohen Anteil der Röntgenstrahlung. Aus diesem Grund ist es daher insbesondere in RöntgenräumenOperationssälenBestrahlungsstationenZahnarztpraxen und radiologischen Praxen weit verbreitet.

In der Mammographie sind die Gläser von SCHOTT Marktführer.

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Schauglas

Schaugläser werden im Anlagen- und Apparatebau als Sicht- und Schutzscheiben verwendet.

Die Schaugläser müssen je nach Anforderung chemisch, mechanisch oder thermisch beständig sein. Dies wird durch spezielle Härteverfahren oder Beschichtungen erreicht.

Aufgrund der Passgenauigkeit für die Anlagen wird äußerste Präzision und Sorgfalt vorausgesetzt. Diese wird im Fertigungsprozess durch CNC-gesteuerte Bearbeitungsmaschinen und entsprechende Qualitätskontrollen sichergestellt.

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